Methan ist der häufigste und gleichzeitig einfachste Kohlenwasserstoff der Atmosphäre. Aufgrund seines einzigartig hohen Wasserstoff-Kohlenstoff-Verhältnisses besitzt Methan eine hohe Relevanz als Brennstoff. Allerdings wirkt es in der Erdatmosphäre durch sein Absorptionsverhalten von elektromagnetischer Strahlung im Infrarotbereich als potentes Treibhausgas. In Hinblick auf die Klimakrise müssen Emissionen von Treibhausgasen wie Methan in die Atmosphäre unbedingt reduziert werden. Anderenfalls gelangen u. a. durch die Erwärmung von Permafrostböden innerhalb der arktischen und borealen Ökozonen zusätzlich hohe Mengen an Methan unkontrolliert in die Erdatmosphäre. Während für den Energie- und Industriesektor oder den Abfallsektor eine Reihe von Strategien zur Emissionsminderung von Methan aufgezeigt und umgesetzt werden, sind die bisher als praktikabel angesehenen Empfehlungen für technische Lösungen im Landwirtschaftssektor (Tierproduktion) sehr begrenzt. Bei Tierhaltungen in geschlossenen Stallanlagen ergeben sich jedoch durch die ohnehin notwendigen Abluftanlagen potentielle Einsatzpunkte für einen Methanabbau. Allerdings gibt es am Markt derzeit keine nutzbare Technologie zur Reduktion von niedrigen Methankonzentrationen aus komplexen industriellen Matrices. Aus diesem Grund wird auch in der aktuellen Fassung der TA-Luft („Technische Anleitung Luft“) keine Reduktion von Methan gesetzlich vorgeschrieben, sondern lediglich empfohlen.

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